Ausbildung von LehramtsanwärterInnen
Wir, als Ausbildungsschule, sind uns der Verantwortung zur Ausbildung von Lehramtsanwärterlnnen bewußt und sehen die Schwerpunkte der Ausbildung folgendermaßen:
Lehramtsanwärterlnnen sind unsere KollegInnen. Wir betrachten ihre Ausbildung als gemeinsamen Lern- und Entwicklungsprozess. Wir streben eine gemeinsame und praxisbezogene Gestaltung des Lernangebots an. Wir unterstützen Lehramtsanwärterlnnen bei der Entwicklung ihrer individuellen Lehrerpersönlichkeit. Als Ausbildunglehrerlnnen stehen wir den Lehramtsanwärterlnnen bei der Planung, Durchführung und Reflexion von Unterricht als RatgeberInnen zur Seite und nehmen uns auch außerhalb unserer Unterrichtszeit Zeit dafür. Auf Wunsch der Lehramtsanwärterlnnen nehmen wir an den Stundennachbesprechungen mit den FachleiterInnen teil.
Wir sind bereit, die Lehramtsanwärterlnnen an allen Aufgaben eines Lehrers/einer Lehrerin zu beteiligen, z.B. an Konferenzen, Arbeitsgruppen, Elternsprechtagen, Hausbesuchen, Klassenfahrten, Werkstatt- und Betriebspraktika, VO-SF und schulinternen Fortbildungen, beim Führen von Klassenlisten, Erstellen von Essensabrechnungen, Erstellen von Plänen, Berichten und Zeugnissen, Bestellen von Lehr- und Lemmitteln, bei der Aufsichtsführung, bei Kontakten mit Ämtern.
Die Lehramtsanwärterlnnen haben zu Beginn ihrer Ausbildung die Möglichkeit, in allen Klassen der Schule zu hospitieren. Die Hospitationsphase gilt als gemeinsame Findungsphase.
Die Lehramtsanwärterlnnen wählen ihre Arbeitsbereiche selber und können Unterrichtsinhalte mitbestimmen.
Das Ausbildungsseminar sollte den Ausbildungsschulen Lehrschwerpunkte im Hinblick auf Didaktik und Methodik sowie Kriterien bezüglich der Beurteilung von Unterricht rechtzeitig mitteilen.
Ein regelmäßiger Austausch zwischen Ausbildungslehrerlnnen und Fachleiterlnnen ist wünschenswert.
Bedarfsdeckender Unterricht wird grundsätzlich in der Stammklasse erteilt, sollte aber auf Wunsch der Lehramtsanwärterlnnen auch in Arbeitsgemeinschaften oder in der Zweitklasse gehalten werden können. Sich dadurch ergebende Lehrerstundenüberhänge in Ausbildungsklassen werden vom gesamten Kollegium akzeptiert und mitgetragen.
Lehramtsanwärterlnnen sollten grundsätzlich Praxis- und Alltagserfahrungen in zwei Bedingungfeldern in unterschiedlichen Schulstufen sammeln. Der Schulleiter beurteilt in seinem Gutachten die Entwicklung der Lehramtsanwärterlnnen in allen beruflichen Handlungsfeldern, die über Unterricht hinausgehen (z.B. Teilnahme und Engagement bei Schulveranstaltungen, Konferenzen, Arbeitsgruppen, Elternarbeit, Klassenfahrten, Praktika, VO-SF; Erstellen von Plänen, Berichten und Zeugnissen; Bereitschaft zu Vertretungsunterricht; Einbringen besonderer individueller Erfahrungen und Fähigkeiten in den Schulalltag).
Der Schulleiter stützt sich bei seiner Beurteilung auf eigene Beobachtungen, auf die Gutachten und Erfahrungen der Ausbildungslehrerlnnen und - auf Wunsch der Lehramtsanwärterlnnen - auf Unterrichtsbesuche (höchstens zwei), die an Unterrichtsbesuche durch Fach- bzw. Seminarleiterlnnen gekoppelt werden.