Pestalozzi-Schule
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Das Projekt "Soziales Lernen"

Seit dem Schuljahr 2000/2001 bietet die Pestalozzi-Schule
Schülerinnen und Schülern der
Helene-Lange-Schule die Möglichkeit
an unserer Förderschule ein Sozialpraktikum zu absolvieren.

Interessierte Schülerinnen und Schüler des Wahlpflichtfaches "Soziales Lernen" absolvieren ein einwöchiges Praktikum während ihres achten Schulbesuchsjahres. Anschließend können sie sich für die Fortführung des Praktikums einmal wöchentlich im Bereich des Nachmittagsunterrichtes an der Pestalozzi-Schule entscheiden. Die Erfahrungen der Zusammenarbeit sind seit Jahren für beide Schulen sehr positiv.

 

Auszug aus der Projektplanung der Helene-Lange-Schule,
(Realschule für Jungen und Mädchen in Essen-Steele):

Ausgangslage
Laut einer Studie der Robert-Bosch-Stiftung gehen die Deutschen im europäischen Vergleich unverhältnismäßig selten einer ehrenamtlichen Tätigkeit nach. Es sind nur 15% der Bevölkerung. Dies ist die zweit niedrigste Quote in Europa. Zum Vergleich: In Schweden sind es 32%, in den Niederlanden 34% der Bevölkerung.
 

Ziel des Projektes
Ziel dieses Projektes ist es, das Interesse der Schüler für freiwillige soziale Dienste zu gewinnen.
Sie sollen lernen, in mehreren aufeinander aufbauenden Schritten Verantwortung zu übernehmen.

Sie sollen:

  • Sehen lernen - Aufgaben erkennen
  • Hemmschwellen überwinden - Handeln
  • Verbundenheit entwickeln - Handeln fortsetzen.

Diese Lernerfahrungen machen sie im Umgang mit alten, kranken oder behinderten Menschen. Wirkungsvolles Arbeiten mit diesen Gruppen erfordert Zurücknahme eigener Wünsche und damit Einübung von Selbstdisziplin.

Das Projekt im Zusammenhang des Erziehungsauftrages der Realschule
Das Projekt entspricht in besonderem Maße dem Erziehungs- und Bildungsauftrag der Realschule, den Schülern "personale und soziale Erziehung" zu bieten, wie sie in den Richtlinien Eingang gefunden hat.
In diesem Zusammenhang sind von besonderer Bedeutung:

  • "Aufbau sozialer Verantwortung" (5. 11)
  • Schaffen von Anlässen, die eine Auseinandersetzung mit Normen und Werten möglich machen (5. 14)
  • "die Erweiterung emotionaler Erlebnisfähigkeit" (5. 12)
  • Hinführung zu "sinnvoller und aktiver Gestaltung freier Zeit" (5. 13)
  • Unterstützung der Berufswahlorientierung
  • Thematisierung von Arbeit unter dem Aspekt ehrenamtlicher Tätigkeit (5. 15)


Auch die Prinzipien des Lehrens und Lernens, wie sie von den Richtlinien gefordert werden, sind bei dem Projekt berücksichtigt:

  • Gegenwarts- und Zukunftsorientierung
    Danach ist es eine notwendige Aufgabe der Schule, "solche Handlungen zu unterstützen, die auf ein menschenwürdiges Leben aller in Gegenwart und Zukunft abzielen" (5. 19). Der Kontakt mit den oben genannten Gesellschaftsgruppen soll eine solche Handlung ermöglichen.
     
  • Erfahrungsorientierung
    Bei dem Projekt geht es darum, den Schülern neue Erfahrungen zu ermöglichen.
  • Handlungsorientierung
    Die Schüler sind eingebunden in einen Teil des Tagesverlaufes der Menschen, die sie betreuen.
Support:
Alfried Krupp-Schulmedienzentrum